JFrog, das Liquid-Software-Unternehmen stellt Erweiterungen von JFrog AI Security vor. Damit bündelt das Unternehmen die Erkennung und das Scanning von KI-Assets sowie die Durchsetzung von Richtlinien in einer einzigen Lösung für die KI-gestützte Software-Lieferkette. Es baut seine bestehenden Funktionen zur Erkennung von Schatten-KI (Shadow AI Detection) aus und erweitert sie auf die Endgeräte der Entwickler. Local Shadow AI Detection macht KI-Assets sichtbar, die direkt auf den Rechnern der Entwickler laufen, also dort, wo Pipeline- und Registry-Kontrollen nicht greifen. Darüber hinaus führt JFrogdas neue AI Asset Scanning mit Bring Your Own LLM Key (BYOK) ein. Damit können Kunden Skills, Coding-Agent-Plugins und APM-Pakete (Agent Package Manager) mit ihrer eigenen LLM-Instanz scannen und diese Ebene der KI-Lieferkette auf einer selbst kontrollierten Infrastruktur prüfen.
„Entwickler setzen bereits KI-Agenten ein, von denen ihr Unternehmen nichts weiß. JFrog AI Security bringt sie unter Kontrolle”, sagt Shlomi Ben Haim, Co-Founder und CEO von JFrog. „Bislang drehte sich die Diskussion über KI-Agenten vor allem darum, was sie entwickeln können, und nicht darum, welchen Schaden sie anrichten können oder wer dafür geradesteht, wenn das passiert. Die Frage ist nicht mehr, ob Agenten mit der eigenen Software-Lieferkette in Berührung kommen, sondern ob Unternehmen nachweisen können, worauf sie zugegriffen haben. Unsere Kunden leben in einer Zero-Trust-Welt und können weder KI-Agenten noch Entwicklern, die KI nutzen, blind vertrauen. JFrog vereint Erkennung, Scanning und Durchsetzung von Richtlinien für die KI-gestützte Software-Lieferkette in einer einzigen Lösung.“
Angreifer setzen nicht mehr auf Code, sondern auf Anweisungen
Für den Report JFrog 2026 Software Supply Chain Security State of the Union hat JFrog bösartige Skills für KI-Agenten erfasst und dabei 969 Skills mit hochgefährlichen Payloads identifiziert, außerdem 495 bösartige KI-Modelle auf Hugging Face. Bestehende AppSec-Tools wurden entwickelt, um verwundbaren Code aufzuspüren. Agent Skills, Plugins und APM-Pakete liefern jedoch etwas anderes aus: Anweisungen in natürlicher Sprache, die ein Agent liest und ausführt.
JFrog AI Security schließt diese Lücke mit drei Funktionen: Local Shadow AI Detection inventarisiert die eingesetzten KI-Assets, AI Asset Scanning analysiert die Absicht hinter Modellen, Skills, Plugins und APM-Paketen, und JFrog Agent Guard setzt Richtlinien genau in dem Moment durch, in dem ein Agent auf eines dieser Assets zugreift. Zusammen bieten sie Sicherheits- und Entwicklungsteams eine Single Source of Truth für KI-Assets.
Shadow AI Detection jetzt auch auf den Endgeräten der Entwickler
Sicherheitsteams müssen immer häufiger wissen, welche KI-Assets im Einsatz sind und wer sie eingeführt hat. Entwickler installieren Skills, Plugins, MCP-Server, Hooks und andere agentische Assets über Git, Slack, Marketplaces und ZIP-Dateien, oft ohne Prüfung durch die Sicherheitsteams. Jedes dieser Assets läuft mit den Berechtigungen und Zugangsdaten des jeweiligen Entwicklers. Oft ist nicht klar, was installiert wurde, wer es installiert hat und ob es überhaupt jemand freigegeben hat. In einem Umfeld, das immer stärker von Compliance-Anforderungen geprägt ist, wird das zunehmend zum Problem.
Die neue Local Shadow AI Detection von JFrog erweitert die Transparenz auf die Rechner der Entwickler:
- Erkennung von Assets bei ihrer Installation: Die Funktion wird über das JFrog Agent Plugin auf der Entwickler-Workstation bereitgestellt, per Mobile Device Management (MDM) oder über die Einstellungen der Agent-Umgebung (Agent Harness). So werden Skills, Plugins und MCP-Server gefunden, unabhängig davon, aus welchem Repository oder Marketplace sie stammen.
- Scanning auf dem lokalen Gerät: Der deterministische Scan läuft direkt auf der Workstation. Nur Metadaten und eine Risikobewertung werden an die JFrog Plattform übermittelt.
- Erstellung einer Baseline: Jedes Asset wird mit Quelldaten in der JFrog Plattform abgeglichen, um festzustellen, was für die Nutzung freigegeben ist. So können Sicherheitsteams auf gesicherter Grundlage weiterarbeiten.
Mit JFrog AI Security erhalten Plattform-Engineering- und Sicherheitsteams endlich umfassende Transparenz und Richtliniendurchsetzung in einem einzigen System of Record.
AI Asset Scanning mit BYOK
Die neuen Funktionen für AI Asset Scanning mit Bring Your Own LLM Key (BYOK) nutzen semantisches Scanning mit dem eigenen privaten LLM-Konto des Kunden. Das bietet Kunden folgende Vorteile:
- Kontrolle über die eigenen Daten: Prompts und Skills gehen direkt von der JFrog Plattform an den Modell-Endpoint des Kunden, ohne Umweg über ein von JFrog gehostetes Gateway.
- Nutzung bestehender LLM-Verträge: Kunden mit eigenem Key können über ihren eigenen Anbieter scannen und abrechnen und so bestehende Investitionen nutzen. Für JFrog-Kunden mit Self-Hosted-Installation ist BYOK die einzige Möglichkeit, AI Asset Scanning einzusetzen.



