Digitales Geld und Digitale Identität – Freiheitsentzug per Klick

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Wenn Geld nicht mehr uns gehört

„Das Geld gehört uns allen!“, schreibt Johannes Priesemann in seinem gleichnamigen Buch. Er meint damit, dass Geld ein öffentliches Gut ist, eine Infrastruktur, die allen Menschen gleichermaßen dienen muss – nicht ein Kontrollinstrument in den Händen weniger Institutionen. Doch genau diese Gefahr zeichnet sich heute ab.

Die Europäische Union treibt mit der eIDAS-2.0-Verordnung die Einführung einer europaweiten digitalen Identität voran. Gleichzeitig arbeitet die Europäische Zentralbank am Projekt „Digitaler Euro“. Offiziell sollen diese Instrumente Komfort, Sicherheit und Effizienz bringen. Doch wenn beide Projekte miteinander gekoppelt werden, entsteht ein System, das nicht mehr den Menschen dient, sondern die Menschen kontrolliert.

Kritiker der Digital ID warnen. Statt mehr Freiheit zu bringen, bindet uns die digitale Identität an ein Netz von Zugängen, Sperren und Abhängigkeiten. Die ID wird zum Master-Schlüssel – und wer diesen Schlüssel verliert, verliert das Recht auf Teilhabe. Wer blockiert wird, verschwindet aus der Gesellschaft.

George Orwell warnte schon 1949 in „1984“:
„Big Brother is watching you.“

Seine Vision war eine Welt permanenter Überwachung, in der die Menschen sich selbst zensieren, weil jeder Schritt beobachtet wird. Heute sind wir gefährlich nah an diesem Punkt – nicht durch Kameras an jeder Straßenecke, sondern durch Codes in jedem Zahlungsvorgang.

Verlockung und Gefahr – Die Koppelung von Identität und Währung

Digitales Geld wird als Fortschritt verkauft. Ein Klick am Handy, keine Bankkarte mehr, schnelle Überweisungen in Sekunden. Wer könnte da schon Nein sagen? Aber die Verlockung ist nur die glänzende Oberfläche.

Die Gefahr liegt tiefer. Wird das digitale Geld an die digitale Identität gekoppelt, ist jede Transaktion unmittelbar einer Person zugeordnet. Es gibt keine Anonymität mehr, keine Barzahlung, keine Flucht in ein privates Dazwischen. Alles ist transparent, alles ist verknüpft, alles ist steuerbar.

Das ist keine Fantasie. In China wurde dieses Prinzip bereits auf die Spitze getrieben. Millionen Bürger fanden sich auf Sperrlisten wieder – sie konnten keine Flug- oder Bahntickets kaufen, weil ihr Social-Credit-Score zu niedrig war. In der Pandemie färbten sich bei Aktivisten plötzlich die Gesundheits-QR-Codes rot. Die Folge: keine Reisefreiheit, kein Zutritt zu Bahnhöfen, kein Zugang zu Hotels. Technisch war das einfach – ein Flag im System. Politisch war es ein machtvolles Werkzeug, um Proteste im Keim zu ersticken.

George Orwell schrieb:
„Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit. Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft.“

Übertragen auf heute heißt das: Wer Geld und Identität kontrolliert, kontrolliert das Handeln der Menschen.

Die konkreten Risiken – und ihre realen Folgen

  1. Zentralisierung und Kontrollmacht

Wenn alles an einer staatlichen Wallet hängt, ist das System ein Single Point of Failure. Sperrung bedeutet Stillstand. In China blockierten Behörden Millionen Reisen mit einem Knopfdruck. In Nigeria wurde der E-Naira zur Bedingung für staatliche Vergünstigungen – wer ihn nicht nutzte, stand außen vor.

  1. Abhör- und Überwachungsschnittstellen

Policies sehen meist Schnittstellen vor. Logging, Metadaten, Zugriff für Behörden. Übertragen auf Geld bedeutet das totale Transparenz der Bürger wie im Falle Frankreichs.  Frankreich nutzte bereits Kreditkartendaten, um Demonstranten zurückzuverfolgen. Mit einer staatlich kontrollierten Wallet würde das ohne jede Hürde funktionieren.

  1. Aufhebung von Anonymität

Anonyme Zahlungen verschwinden. Jede Transaktion ist ID-gebunden. Wer ein kritisches Buch kauft oder eine NGO unterstützt, ist sofort registriert. In autoritären Staaten werden solche Spuren genutzt, um Oppositionelle zu verfolgen – eine Gefahr, die auch in Demokratien latent bleibt.

  1. Algorithmische Sanktionen

Algorithmen können Wallets automatisch sperren – ohne menschliche Prüfung, ohne Rechtsweg. In China reichte eine rote Markierung im Gesundheitscode, um Bürger von Mobilität auszuschließen. Übertragen auf Europa könnte ein „Fehlverhalten“ – sei es ein Steuerproblem oder ein Bußgeld – genügen, um dein Wallet zu blockieren.

  1. Pflicht zur staatlichen Wallet

Wenn Gesetze vorschreiben, dass nur staatlich genehmigte Wallets erlaubt sind, verschwinden Alternativen. Das ist Monopol durch Technik. Nigeria – Bürger mussten den E-Naira nutzen, unabhängige Wallets wurden blockiert oder unattraktiv gemacht.

  1. Intransparenz und Rechtsunsicherheit

Schnittstellen sind oft vage beschrieben – Bürger wissen nicht, welche Daten wie genutzt werden. In Deutschland werden „Stille SMS“ oder Funkzellenabfragen längst eingesetzt – vielen ist das unbekannt. Mit digitaler ID und Geld wären solche Zugriffe Standard, nicht Ausnahme. Hier die Statistik der stillen SMS aus 2022. Und wenn das BKA kann, dann können die LKAs auch. Das war schon bei De-Mail der Fall. Die LKAs hatten alle das gleiche Passwort. Richterlichen Durchsuchungsbescheid? Glauben Sie an den Weihnachtsmann? Kein MFA, keine Logging. Ich habe das gebaut, ich weiß das. Ich musste das so bauen. Die Info über einen Anfangsverdacht reicht aus. Und sie verfolgen einen. Ob es sich bestätigt oder nicht, man kommt erst einmal in Verdacht. Ist wie beim Finanzamt, nur hier gilt auch Strafrecht.

  1. Datenfusion und Profilbildung

Zahlungen, Identität und Bewegungsdaten verschmelzen zu einem Gesamtprofil. Du buchst einen Zug, ein Hotel, kaufst Bücher, triffst Freunde. Jedes Detail ist registriert, analysierbar, auswertbar – und kann zu einem algorithmischen „Risikoprofil“ führen.

Spiegel unserer Zeit – Das Gedicht von Helen Emely Tsolkas

Sag, ist es der Mond, ist es die Sonne?
Sie glänzt und funkelt voll Pracht und Wonne.
Sie summt unbeschwerte Melodien der Welt,
Während sie unser aller Atem und Blicke im Banne hält.

Sie wechselt von Hand zu Hand immerzu,
Durchwandert jeden Winkel der Welt nahezu.
Ihre verlockenden Rundungen rufen nach dir,
Deren sanftes Gewicht zieht dich hinab zu ihr.

Sie erstrahlt im Gold der ersten Strahlen,
Bereitet einem jeden Menschen tägliche Qualen,
Lässt müde Geister in Verzückung geraten,
Während alle mit Müh und Not sie bewahrten.

Vom jungfräulichen Morgen bis zur finstren Nacht,
Es den Wahnsinn, der trachtet, unverzichtbar macht.
Die ruhelosen Geister brüllen und singen ihr Klagen,
Nicht das besonnene Handeln zu verzagen.

Zu widerstehen dem inneren Drängen, dem Zwang,
Obgleich ihnen wird erschreckend kalt und bang.
Sich abzuwenden von ihr, die sie blendet,
Hin zu der Wärme und dem Licht, die das Leben spendet.

Fort von einer Suche, die nimmer enden mag,
Zu einem jeden unvergesslichen Tag.
Zu den Seelen, die funkeln um dich herum,
Keine weitere Zeit bleibt zu verlieren, drum,

Lebe das Leben in all seinem Glanze,
Erlebe die Weisheit in ihrem himmlischen Tanze.
Fache an die innere Glut zu loderndem Feuer,
Denn jede einzelne Erinnerung sei euer!

Am Fels sich schäumend die Wellen brechen,
Nichts vermag das Lachen zu schwächen,
Das Strahlen der vollen Lippen im glühend Gesicht,
Gezaubert vom federleicht abfallenden Gewicht.

Nie in Ewigkeiten vermag es wahrhaftig zu füllen,
Das im finsteren Loch erklingende, schaurige Brüllen.
Das Streben und Mühen der gesamten Welt,
Um das hämische, spottende, entzweiende Geld.

Das vermag Zwietracht und Hass zwischen uns zu sähen,
Das verleitete Menschen Morde und Kriege zu begehen.
Das errichtete Mauern zwischen dir und mir,
Obgleich wir beide stehen direkt hier.

Das vermag den letzten Funken der Menschlichkeit zu rauben,
Das lässt Seele und Geist langsam ergrauen.
Hinterlässt einen Pfad von Elend und Trauer.
Lässt Stimmen und Gesten werden rauer.

Doch nur unsere Herzen können uns alle besinnen,
Dem erfolglosen Streben und Neid zu entrinnen.
Uns zaghaft die zitternden Hände zu reichen,
Und aus der inneren Finsternis zu entweichen.

Die sonst verhüllt unsere gesamte Welt.
Das, was uns im Innern zusammenhält.
Ein Gedanke, ein Lächeln, und Donner erklinget,
Während die Mauer tosend entschwindet.

Zurück bleiben einzig Asche und Rauch,
Während Licht durchbricht noch die letzte Wolke auch.
In donnerndem Regen unzählige Münzen zu Boden fallen,
Während Rufe von überall her erschallen.

Suchende Blicke sich vorsichtig finden,
Die letzten brüchigen Mauern geräuschlos verschwinden,
Sanfte Umarmungen fester und bedeutender binden,
Und die Menschen endlich die Worte der Herzen verkünden:

Das alles andere so viel wichtiger ist,
Man dem Licht des Lebens mehr Bedeutung beimisst,
Sie die Nähe zu jedem und allem haben vermisst,
Und das Leben ohne die Liebe ist dunkel und trist!

Gesetz trifft Technik – Wenn Regulierung und Policy ineinandergreifen

Die EU-Verordnung 2024/1183 (eIDAS 2.0) verpflichtet die Mitgliedstaaten zur Einführung einer europaweiten Digital-ID-Wallet. Deutschland hat das eID-Karte-Gesetz, das den nationalen Rahmen setzt. Parallel entwickelt das BSI technische Vorgaben für Blockchain und Kryptografie.

Offiziell geht es um Sicherheit, Interoperabilität, Effizienz. Kritiker jedoch warnen: Mit jeder Policy, die Schnittstellen für „Monitoring“ vorsieht, wächst die Gefahr, dass Abhörpunkte zur Normalität werden. Gesetze geben die Legitimation – Policies bauen die Technik. Zusammen ergibt das ein System, das rechtlich abgesichert und technisch perfektioniert die Kontrolle der Bürger ermöglicht.

Nie war unsere Buch aktueller, besonders der Teil des Information Gatherings.

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Stimmen des Widerstands – Lehren aus England

In England regt sich Widerstand. NGOs, Bürgerrechtsgruppen, Journalisten warnen vor einer digitalen Kette. Pilotprojekte für digitale IDs wurden verzögert, Parlamentsdebatten sind offen. Noch ist nichts entschieden – aber der Protest zeigt, dass die Freiheit nicht zwangsläufig leise stirbt. Wenn Bürger früh aufstehen, kann das System gebremst werden.

Mutmaßlich im Hintergrund – Der Fall Arne Schönbohm

Arne Schönbohm, Präsident des BSI bis 2022, wurde nach einer diskriminierenden Fernsehsendung, von Hrn. Böhmermann, der für Geld alles tut, und sich durch zu obszönes Mundwerk auch durchaus Anzeigen von Staatsoberhäuptern einfängt, über angebliche Russland-Kontakte entlassen. Die Vorwürfe erwiesen sich später als völlig haltlos. Hat Böhmermann in Folgesendungen dazu etwas gesagt? Hat er überhaupt je etwas zu seinen falschen Behauptungen gesagt?

Mutmaßlich, so berichten Insider, das sind Leute im Umfeld Schönbohms, dem CCC, der EZB, und andere, es gab einen ganz anderen Grund. Schönbohm soll sich geweigert haben, in einer geplanten BSI-Kryptowährungs-Policy den Abschnitt zur Abhörschnittstelle aufzunehmen. Wer sich in Waybackmachine schlau macht, der kann evt. noch sehen, dass der Abschnitt APIs der Kryptopolicy des BSI zur Zeit der Entlassung Schönbohms noch inhaltslos war, obwohl die Policy schon auf der BSI Webseite veröffentlicht war. Schönbohm hat sich gegen eine totale Überwachungsarchitektur gestellt. Kurz darauf wurde er abgesetzt. Seine Nachfolgerin, Ex-CIO der EZB, eng mit der EZB verbunden, eine meiner Meinung recht inkompetente IT-Frau, gilt als kompromissbereit – bereit, für das Projekt „Digitales Geld“ die nötigen Zugeständnisse zu machen. Betriebsräte der EZB können die Inkompetenz der Dame bestätigen. Ist wie Merz. Erst bei Blackrock, nun Kanzler, macht Blackrock reich. Sie, erst EZB, nun BSI, im Auftrag der EZB.

Offiziell bestätigt ist das nicht, wir schreiben das hier rein aus Unterhaltungszwecken! Der ganze Artikel ist reine Satire. Ob Sie es glauben oder nicht. Besser nicht! Wir wollen Schönbohm nicht um die Abfindung bringen, die an eine Schweigepflichtserklärung im Rahmen seiner Kündigung gebunden ist, dafür gab es bisschen mehr Abfindung, verdient!!!. Doch die Parallelen zum aktuellen Kurs sind deutlich. Wer sich gegen Überwachung stellt, hat keinen Platz mehr in der Architektur der Macht. Mainstreammedienkasperle wie Böhmermann sorgen dann für das Gerücht.

Freiheit verteidigen, bevor sie verschwindet

George Orwell schrieb:
„Freiheit ist die Freiheit zu sagen, dass zwei plus zwei vier ist. Wenn das gewährt ist, folgt alles andere.“

Heute ist Freiheit die Freiheit, anonym zu zahlen, zu reisen, zu leben – ohne dass ein Algorithmus oder eine ID entscheidet, ob du darfst.

Helen Emelys Gedicht erinnert uns daran, dass Geld nur Werkzeug ist. Liebe, Nähe, Menschlichkeit – das ist das Ziel. Wenn wir zulassen, dass Geld und Identität verschmelzen, verlieren wir genau das.

Es liegt an uns, jetzt Grenzen zu ziehen. Welche?

Recht auf Barzahlung und Offline-Optionen
Klare Trennung von Identität und Zahlungssystem
Transparente Schnittstellen, keine geheimen Überwachungs-APIs
Starke Rechtswege gegen algorithmische Entscheidungen

Denn wer heute schweigt, erlebt morgen, dass Freiheit nicht mit einem Knall, sondern mit einem Klick verschwindet.