Trainingsdaten vereinheitlich: Security Awareness Trainings und Lernplattformen als gemeinsame Basis

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Dr. Martin J. Krämer, CISO Advisor bei KnowBe4

Für viele Unternehmen wird die genaue Überprüfung, ob Mitarbeitende Security Awareness Trainings absolviert haben, vermehrt zum Risiko: Angesichts über die Jahre stetig steigender Schadensfälle haben Versicherer ihre Deckungsdefinitionen eingeschränkt und verlangen eine strengere Einhaltung von Sicherheitsstandards. Das Ergebnis dieser Verschärfung ist deutlich erkennbar: Laut dem Bericht der National Association of Insurance Commissioners aus dem Jahr 2025 wurden beispielsweise in den USA fast dreimal so viele Schadensfälle ohne Zahlung abgeschlossen wie mit Zahlung.

Früher war es der Sicherheitsverstoß selbst, der den Anspruch nichtig machte. Heute legt der Verstoß vielmehr eine bestehende Nachweislücke offen: Sie entsteht, wenn zwar ein Security Awareness Programm existiert, das Sicherheitsteam aber nicht lückenlos nachweisen kann, dass Schulungen für alle Mitarbeitende durchgeführt wurden.

Administrative Herausforderungen werden zu Nachweisproblemen

Viele Unternehmen nutzen separate Systeme für Security Awareness Trainings (SAT) und das Lernmanagement. Entweder laden sie die SAT-Module über SCORM (Sharable Content Object Reference Model) in das Lernmanagementsystem (LMS) hoch, oder sie lassen ihre Lernenden zwei verschiedene Systeme nutzen. Beide Ansätze haben ihre Stärken, aber beide stoßen auf dasselbe Hindernis: Die Schulungsdaten werden isoliert in einem System gespeichert.

Ein Sicherheitsadministrator muss also von Zeit zu Zeit die Daten zusammenführen: Er exportiert eine CSV-Datei aus der einen Plattform und gleicht sie manuell mit der anderen ab. Dabei ordnet er die Mitarbeiter-IDs einander zu, um den Schulungsstatus zu aktualisieren und festzuhalten, wer welche Schulung absolviert hat.

Der manuelle Abgleich funktioniert zwar im Notfall, ist auf Dauer jedoch fehleranfällig. Wenn die Anfrage des Versicherers eingeht oder ein Wirtschaftsprüfer einen Schulungsnachweis verlangt, übergibt der Sicherheitsadministrator oft nur eine Rekonstruktion des eigentlichen Datensystems. Es handelt sich damit um ein Dokument, das unter Termindruck erstellt wurde und Daten enthalten kann, die veraltet oder ungenau sind. Genau das kann zu erheblichen Risiken wie abgelehnten Versicherungsansprüchen oder höheren Kosten bei der Verlängerung der Cyberversicherung führen.

Die Lücke liegt damit nicht in der Sorgfaltspflicht, sondern in der technischen Architektur zur Erfassung der Schulungsaktivitäten. Die Lösung besteht darin, über den manuellen Abgleich hinauszugehen und eine verlässliche Datenquelle aufzubauen, die nicht von einer Tabellenkalkulation abhängig ist.

Anbieter wie KnowBe4 schließen diese Lücke zwischen Schulung und Lernen durch herstellerzertifizierte Integrationen. Manuelle Abgleiche und individuelle Workarounds werden dadurch überflüssig. Dazu zählen Integrationen wie „KnowBe4 for Workday Learning“, dies ist ein nativer, von Workday zertifizierter Konnektor, der die beiden Systeme miteinander verbindet. Nach einer einmaligen Konfiguration können Nutzer alle Security Awareness-Schulungen über Workday absolvieren. Alle Datensätze werden im Hintergrund durch eine bidirektionale Synchronisierung aktualisiert. Die Daten werden in beiden Systemen kontinuierlich über xAPI-Anweisungen aktualisiert.

Weiter gedacht ermöglicht diese Zusammenarbeit über Systeme wie Workday auch die Einbindung der Schulungsbibliothek direkt in die Inhaltsauswahl von Workday Learning.

Mehr erfahren Sie hier: https://blog.knowbe4.com/two-systems-one-truth-unifying-training-records-across-sat-and-lms