IT‑Organisationen setzen auf einen schnellen KI-Ausbau, um dem steigenden Druck nach mehr Effizienz, Resilienz und Skalierbarkeit gerecht zu werden. Was als Experiment begann, hat sich zu einer breit angelegten Implementierung entwickelt — oft schneller, als Organisationen ihre Governance‑Modelle, Betriebsstrukturen und Verantwortlichkeitsrahmen anpassen können. Je tiefer KI in den operativen Kern der IT integriert wird, desto deutlicher wird der wachsende Abstand zwischen Einführung und Kontrolle zur zentralen Herausforderung.
„Die Einführung von KI ist nicht länger die größte Hürde. Die wahre Herausforderung liegt darin, sie verantwortungsvoll zu skalieren“, sagt Brooke Johnson, Chief Legal Counsel, SVP HR und Security bei Ivanti.
„Wer Governance als Bremse betrachtet, wird zurückfallen. Wer sie hingegen direkt in die tägliche Arbeit von Plattformen und Teams einbettet, hat die Nase vorn. Erst wenn Automatisierung mit starker Governance, klarer Verantwortlichkeit und einer durchdachten Weiterentwicklung der Arbeitsorganisation zusammenkommt, entfaltet KI ihr volles Potenzial.”
Die Studie von Ivanti zeigt, dass Organisationen, die KI bereits umfassend einsetzen, diejenigen, die neu im Umgang mit KI sind, auf ganzer Linie übertreffen. Nicht nur bei der operativen Effizienz, sondern auch hinsichtlich Vertrauens, Konsistenz und Resilienz. Je weiter der KI-Einsatz voranschreitet, desto deutlicher werden die Vorteile: stärkere Problemerkennung, höhere Produktivität und eine klarere Perspektive für die Zukunft der Belegschaft.
„Wir haben diesen Wandel aus erster Hand durch unseren Customer‑Zero‑Ansatz erlebt“, erklärt Tony Miller, Vice President, Enterprise Services bei Ivanti. „Mit der Ausweitung unseres eigenen KI‑Einsatzes sind Vertrauen und Zuversicht parallel zu den Ergebnissen gewachsen. Je bewusster Governance und Integration gestaltet werden, desto größer ist der Mehrwert. KI kann IT‑Betrieb grundlegend transformieren, aber nur, wenn sie in ein System eingebettet ist, dem Menschen vertrauen, um Entscheidungen im großen Maßstab zu treffen.“
Zentrale Ergebnisse der Studie:
- KI hat die Experimentierphase hinter sich gelassen:
- Mehr als die Hälfte (56 %) der Organisationen setzt KI inzwischen breit über mehrere IT‑Workflows hinweg oder in geschäftskritischem Umfang ein, während lediglich 2 % von keinerlei Nutzung berichten.
- Fast 72 % der IT‑Organisationen haben bereits spezielle KI‑Rollen oder -Teams geschaffen, weitere 13 % planen dies.
- Der Übergang zu autonomem Endpoint‑Management ist im Gange:
- Organisationen mit einem hohen KI-Reifegrad nutzen die Technologie nicht nur zur Erkennung von Problemen, sondern auch zu deren autonomer Behebung; etwa durch automatisches Neustarten von Services, Isolieren riskanter Geräte oder Einspielen von Patches ohne menschliches Eingreifen.
- 46 % der IT‑Fachkräfte setzen KI bereits zur Automatisierung von Patch‑Deployments ein, weitere 45 % planen dies innerhalb der nächsten 24 Monate.

- Ein System of Record erschließt den KI‑Wert und baut Silos ab:
- Mehr als die Hälfte der IT‑Fachkräfte gibt an, dass KI den Wissensaustausch zwischen Teams verbessert und langjährige Kommunikationsbarrieren abbaut.
- 50 % sind bereits einen Schritt weiter gegangen und haben gemeinsame Workflows über mehrere Teams hinweg etabliert.
- 53 % berichten, dass sich Daten leichter teilen lassen, was den Zugriff auf entscheidungsrelevante Informationen verbessert.

- Governance hinkt der Einführung hinterher:
- Zwar geben 85 % der IT‑Fachkräfte an, über KI‑Richtlinien oder Kontrollmechanismen zu verfügen, doch nur 42 % sehen die Verantwortlichkeit für KI‑Entscheidungen klar geregelt, und lediglich 24 % sagen, dass Richtlinien im Alltag konsequent eingehalten werden.
- 68 % haben persönlich erlebt, dass KI sogenannte „Halluzinationen“ mit potenziellen Auswirkungen auf den Betrieb erzeugt hat, was die Risiken unzuverlässiger Ergebnisse ohne solide Governance, Validierung und vertrauenswürdige Daten unterstreicht.
- Fast ein Viertel nennt Datenprobleme als größte Hürde für die Einführung von KI.
- Hinzu kommt: Fast ein Drittel der am weitesten fortgeschrittenen IT‑Organisationen arbeitet noch immer ohne vollständig integrierte Governance.
- Ein deutliches Reifegefälle zeichnet sich ab:
- IT‑Fachkräfte in erfahrenen Organisationen sparen durchschnittlich sechs Stunden pro Woche und damit doppelt so viel wie die drei Stunden in weniger fortgeschrittenen Organisationen.
- Diese Organisationen sind fast doppelt so häufig in der Lage, Probleme zu beheben, bevor Mitarbeitende betroffen sind.
- 54 % der IT‑Fachkräfte in Organisationen, in denen KI geschäftskritisch ist, geben an, dass sie ihre Arbeit schneller und besser macht. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei frühen Anwendern (24 %).
- Fast 9 von 10 IT‑Fachkräften in skalierten Organisationen berichten, dass KI häufig hilft, Probleme zu erkennen oder zu lösen, bevor Mitarbeitende beeinträchtigt werden — gegenüber 4 von 10 bei Organisationen in der Experimentierphase.


Die Studienergebnisse zeichnen ein klares Bild: Das Reifegefälle zwischen Organisationen, die KI erfolgreich skalieren, und jenen, die noch experimentieren, wird größer. Mit der zunehmenden Verankerung von KI in alltäglichen IT‑Workflows wird Governance darüber entscheiden, ob autonome Prozesse einen Wettbewerbsvorteil oder ein Risiko darstellen.
Frühere Ivanti‑Untersuchungen zeigen, dass fast 90 % der Befragten angeben, dass Datensilos den IT‑Betrieb negativ beeinflussen. Fragmentierte Daten schränken die Genauigkeit und Skalierbarkeit von KI erheblich ein. Ohne konsistente und vertrauenswürdige Daten fehlt die solide Grundlage für KI. Ivanti adressiert diese Herausforderung mit Autonomous Endpoint Management (AEM), basierend auf der Ivanti‑Neurons‑Plattform, die ein einheitliches System of Record über IT und Security hinweg bereitstellt und Organisationen die nötige Transparenz und Kontrolle gibt, um KI sicher zu skalieren.
Weitere Informationen zur Ivanti‑Studie und praxisnahe Empfehlungen von Experten finden Sie hier: Skalierung von KI im IT-Betrieb: Der Weg zur Reife im Jahr 2026
Über die Studie:
Ivanti, ein weltweit tätiges Unternehmen für IT- und Sicherheitssoftware, hat einen neuen globalen Forschungsbericht mit dem Titel Skalierung von KI im IT-Betrieb: Der Weg zur Reife im Jahr 2026 veröffentlicht. Für den Bericht wurden 3.900 Mitarbeitende aus sechs Ländern befragt, darunter 1.500 IT‑Fachkräfte. Die Ergebnisse zeigen: KI ist zwar zur zentralen betrieblichen Grundlage moderner IT‑Organisationen geworden, jedoch halten Governance und Verantwortlichkeit mit dem Tempo der Automatisierung nicht Schritt, was wachsende Risiken mit sich bringt.



