Omada plant souveräne Identity-Management-Lösung für europäische Firmen

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Das dänische Softwareunternehmen Omada will Anfang 2027 eine neue Version seiner Identity-Governance-Software auf den Markt bringen, die ohne US-amerikanische Cloud-Dienste auskommt. „Omada Identity Sovereign” soll es Unternehmen ermöglichen, die Software in eigenen Rechenzentren oder bei europäischen Cloud-Anbietern zu betreiben.

Hintergrund ist der wachsende Regulierungsdruck auf europäische Unternehmen: Regelwerke wie DORA und NIS2 verschärfen die Anforderungen an Betreiber kritischer Infrastruktur, Finanzdienstleister und Behörden. Zusätzlich erlaubt der US-amerikanische CLOUD Act US-Behörden den Zugriff auf Daten amerikanischer Technologieanbieter – unabhängig davon, wo deren Server stehen.

Die neue Lösung soll als containerisierte Software ausgeliefert werden und damit auf verschiedenen Infrastrukturen lauffähig sein. Laut Unternehmensangaben bleibt der vollständige Funktionsumfang der bisherigen Cloud-Version erhalten, einschließlich KI-basierter Funktionen. Kundenseitig kontrollierte Verschlüsselung soll zusätzliche Datenkontrolle gewährleisten.

Omada positioniert das Produkt als konform mit SEAL-3, der höchsten Zertifizierungsstufe digitaler Souveränität, die verlangt, dass rechtliche, operative und infrastrukturelle Kontrolle vollständig im europäischen Rechtsraum verbleiben.

„Organisationen müssen sicher sein, dass ausschließlich sie selbst die lückenlose Kontrolle über die Plattform haben, die diesen Zugriff regelt”, sagte CEO Jakob H. Kraglund anlässlich der Ankündigung in Frankfurt.

Das Produkt befindet sich noch in der Entwicklung. Einen konkreten Termin nannte Omada nicht; das Unternehmen spricht von „Anfang 2027″.