Vor zwölf Jahren in diesem Monat startete Cloudflare ein Projekt, das auf einer einfachen Idee beruhte: Menschen sollten nicht vom Netz genommen werden, nur weil jemand mit mehr Macht anderer Meinung ist als sie. Heute bietet das Projekt Galileo mehr als 3.400 Websites von Journalisten, Menschenrechtsaktivisten und anderen gemeinnützigen Organisationen in 120 Ländern kostenlosen Zugang zu Cybersicherheitsdiensten. Das Unternehmen ist nach wie vor davon überzeugt, dass ein besseres Internet eines ist, in dem jeder, der eine Idee hat, ein globales Publikum erreichen kann.
Jedes Jahr zum Jahrestag von Project Galileo stellt Cloudflare neue Produkte, Programme und strategische Partnerschaften vor. Anlässlich des 12-jährigen Jubiläums veröffentlicht das Unternehmen in diesem Jahr seinen ersten umfassenden Bericht über Cyberangriffe auf die Zivilgesellschaft, stellt Fallstudien vor, die die Sicherheitsbedürfnisse von 16 Teilnehmern von Project Galileo beleuchten, und gibt neue Projektpartner bekannt.
Vorstellung eines neuen Jahresberichts über Cyberangriffe auf die globale Zivilgesellschaft
Da das Projekt Galileo mittlerweile 3.400 Domains von Organisationen in über 120 Ländern umfasst, hat Cloudflare Zugang zu einzigartigen Daten über Cyberbedrohungen, -angriffe und -trends, die sich gegen die Zivilgesellschaft richten – eine entscheidende Säule der globalen Demokratie. Da sich das Cloudflare-Netzwerk zudem über mehr als 335 Städte in 125 Ländern erstreckt und mehr als 20 % des Webs dahinterliegen, kann das Team außerdem Angriffe auf die Zivilgesellschaft mit solchen vergleichen, die sich gegen das Internet im Allgemeinen richten. Der vollständige Bericht kann hier eingesehen werden.
Die diesjährigen Daten zeigen, dass zivilgesellschaftliche Organisationen häufiger und oft auch intensiver angegriffen wurden als andere Internetnutzer. Cyberangriffe fielen oftmals mit kritischen Momenten zusammen, wie etwa der Veröffentlichung von investigativen Berichten oder dem Betreiben von Öffentlichkeitsarbeit. Zu den wichtigsten Erkenntnissen des Reports gehören:
- DDoS-Angriffe waren die häufigste Cyberbedrohung für die Zivilgesellschaft. Ihr charakteristisches Merkmal war die Dauer, wobei sich einige über Tage und Wochen erstreckten
- Zivilgesellschaftliche Gruppen waren mehr als siebenmal so häufig wie andere Cloudflare-Kunden mit Versuchen konfrontiert, Schwachstellen von Websites auszunutzen. Medienorganisationen waren davon überproportional stark betroffen.
- Journalisten im Exil sahen sich mit einer Rate an bösartigem Datenverkehr konfrontiert, die fast viermal so hoch war wie bei journalistischen Organisationen insgesamt.
- Fast 10 % aller E-Mails, die Cloudflare für die Zivilgesellschaft verarbeitete, enthielten potenzielles Phishing-Material.
Cloudflare schließt den Bericht mit einem Aufruf zum Handeln ab: Die Sicherstellung von erschwinglicher Cybersicherheit für alle, die Erhöhung der Transparenz bezüglich Cyberangriffen und Internetabschaltungen und die standardmäßige Integration von KI- sowie Post-Quanten-Schutzmaßnahmen in Sicherheitstools. Zukünftig plant das Unternehmen, den Bericht jährlich herauszugeben, was es Interessierten ermöglicht, Trends bei Cyberbedrohungen im Laufe der Zeit zu vergleichen.



