Am 8. März ist wieder International Women’s Day. Grund genug einen Blick darauf zu werfen, wie sich die Cybersicherheitslandschaft entwickelt hat.
Megan Roddie-Fonseca, Instructor und Co-Autorin des FOR-509-Kurses beim SANS Institute fasst an diesem Aktionstag ihre eigene Erfahrung zusammen: „Zwar hatte ich persönlich nie mit größerer Diskriminierung zu kämpfen, aber die größte Herausforderung bestand darin, in einer von Männern dominierten Branche Gleichgesinnte zu finden. Im Laufe der Jahre hatte ich einige großartige männliche Kollegen, aber nicht oft weibliche Kollegen, was dazu führt, dass ich mich als Außenseiterin fühle. Die Art und Weise, wie ich dies überwinden will, besteht im Wesentlichen darin, dass ich in meinem Arbeitsumfeld Frauen vertrete und mein Bestes gebe, um zu zeigen, dass es keinen Grund gibt, die Branche von Männern dominieren zu lassen.
Es gibt jetzt definitiv mehr Frauen in der Branche. Ich treffe immer häufiger Frauen bei Branchenveranstaltungen und in Organisationen. Ich glaube, dass dies zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass Frauen durch engagierte „Women in Tech“-Organisationen und -Treffen, Stipendien für Frauen, die sich für Technik interessieren, und andere gezielte Initiativen die Richtung vorgeben. Dies führt zu einem Kulturwandel. Viele Frauen zögern, in männerdominierte Branchen einzusteigen, so dass diejenigen, die sich für diesen Bereich interessieren, sich vielleicht für etwas anderes entscheiden, weil sie keine Vorbilder haben. Je mehr Vorbilder auftauchen, desto mehr junge Frauen werden sich für die Branche interessieren, und wir werden allmählich ein Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern in der Technologiebranche erreichen.
Frauen und Männer denken unterschiedlich. Unabhängig davon, wie sich dies äußern mag, sind Teams in der Lage bei technologiebezogenen Herausforderungen Probleme umso effizienter zu lösen, je mehr Standpunkte sie einbringen können. Deshalb ist Vielfalt – nicht nur in Bezug auf das Geschlecht, sondern in allen Bereichen – so wichtig für die Schaffung einer erfolgreichen Organisation in der Branche. Das Wichtigste ist, eine Kultur zu schaffen, die Menschen anzieht, die sich für Vielfalt und Integration einsetzen. Und in diesem Sinne sollten Unternehmen mit gutem Beispiel vorangehen. Ich bin nicht nur eine Frau im Bereich Cybersicherheit, sondern auch neurodivers, und ich habe mich entschieden, meine Erfahrungen zu nutzen, um über das Thema zu sprechen und zu zeigen, dass meine Unterschiede meine Stärke und nicht meine Schwäche sind.“



