Die Weltmeisterschaft 2026 wirft ihre Schatten voraus und es kommt eine Welle digitaler Bedrohungen auf uns zu, die Fans teuer zu stehen kommen kann. Während Millionen von Menschen ihre Reisepläne schmieden, sind Cyberkriminelle längst einen Schritt voraus. Das Turnier erstreckt sich erstmals über drei Länder gleichzeitig, was die Planung nicht nur aufwendiger, sondern auch anfälliger für Betrug macht. Wer die gängigsten Maschen kennt, schützt sich am besten.
Gedruckte Tickets – ein sicheres Warnsignal: Die FIFA hat für 2026 nahezu vollständig auf digitales Ticketing umgestellt – Einlass gibt es ausschließlich über die offizielle App. Wer in sozialen Medien oder auf Sekundärmarktplätzen Angebote für PDF- oder Papiertickets sieht, sollte sofort misstrauisch werden: Solche Tickets existieren für dieses Turnier schlicht nicht. Bereits bei der WM 2022 kamen dynamische QR-Codes zum Einsatz, die sich alle paar Sekunden automatisch aktualisierten, um Screenshots wirkungslos zu machen. Tickets sollten ausschließlich über das offizielle FIFA-Ticketportal erworben werden – wer ein PDF per E-Mail anbietet, betrügt.
Kein Sonder-Visum und keine Ausnahmen: Die Ausrichtung in den USA, Kanada und Mexiko sorgt für Verwirrung bei der Einreiseplanung und genau das nutzen Betrüger gezielt aus. Im Netz kursieren Websites, die gegen Gebühren von bis zu 270 US-Dollar angebliche WM-Sondervisa verkaufen. Das US-Außenministerium hat jedoch unmissverständlich klargestellt: Ein solches Visum gibt es nicht. Für alle Besucher gelten dieselben Einreisebestimmungen wie für reguläre Touristen. Wer sich informieren möchte, sollte das ausschließlich auf den offiziellen Regierungswebsites tun.
Falsche Buchungsportale sind auf den ersten Blick kaum zu erkennen: Weil die Hotelkapazitäten in den Austragungsstädten zunehmend knapp werden, schießen gefälschte Buchungsplattformen aus dem Boden. Sie imitieren bekannte Portale wie Expedia oder Airbnb täuschend echt. Oft verrät sich die Fälschung erst beim genauen Blick auf die URL, etwa durch Adressen wie „expedia-worldcup-deals.com”. Ziel ist es, Kreditkartendaten abzugreifen oder Anzahlungen zu erschleichen. Wer bucht, sollte stets auf das Schloss-Symbol in der Browserleiste achten und die URL sorgfältig prüfen. Wird eine Zahlung per Banküberweisung, Kryptowährung oder über Dienste wie Zelle verlangt, ist das ein eindeutiges Zeichen für Betrug. Seriöse Plattformen bieten solche Zahlungswege nicht an.
Vorsicht bei vermeintlich seriösen Gewinnspielen: Je näher der Anpfiff rückt, desto aggressiver werden Phishing-Versuche per E-Mail und Direktnachricht. Häufig wird behauptet, der Empfänger habe Tickets, eine Reise oder ein VIP-Paket gewonnen, verbunden mit der Aufforderung, auf einen Link zu klicken und die eigene Identität zu bestätigen. Dahinter steckt der Versuch, Zugangsdaten oder persönliche Informationen zu stehlen. Die Regel ist einfach: Wer nicht aktiv an einem Gewinnspiel eines offiziellen Sponsors teilgenommen hat, hat auch nichts gewonnen. Links in unaufgefordert zugesandten Nachrichten sollten grundsätzlich nicht angeklickt werden.
Fazit
„Online-Sicherheit während einer stark frequentierten Veranstaltung erfordert eine proaktive statt einer reaktiven Herangehensweise“, sagt Javvad Malik, leitender CISO-Berater bei KnowBe4. „Der Schutz der persönlichen Daten beginnt mit der Nutzung sicherer, privater Verbindungen und offizieller Anwendungen. Wer unaufgeforderten Angeboten und nicht verifizierten Drittanbietern konsequent aus dem Weg geht, entzieht Cyberkriminellen ihre wirksamste Waffe.”
Betrüger setzen gezielt auf Druck und künstliche Dringlichkeit – „zeitlich begrenzte” Angebote sollen zur Eile verleiten und den klaren Blick trüben. Wer ein Angebot findet, das zu gut scheint, um wahr zu sein, sollte es behandeln wie eine strittige Szene auf dem Spielfeld: innehalten, die Quelle einem eigenen „VAR-Check“ unterziehen und im Zweifel konsequent Abstand davon nehmen.
Kunden mit einem KnowBe4 Diamond- oder SAT Advanced-Abonnement können ihr Sicherheitsbewusstsein spielerisch auf die Probe stellen – mit dem Fußball-Quizspiel „Cyber World Cup: Data Privacy Game”. Im packenden Elfmeterschießen gilt es, vier von fünf Fragen zum Datenschutz richtig zu beantworten. Wer scheitert, muss mit seinem Team „Human Firewalls United” den Gang in die „Data Breach League” antreten.
Mehr lesen Sie hier: https://blog.knowbe4.com/phishing-attacks-begin-targeting-the-2026-fifa-world-cup



