Identity-Governance hatte bis zuletzt die Bedeutung der stillen Infrastruktur hinter der Zugriffskontrolle. Durch den Aufstieg von Hybridarbeit, Cloud-Nutzung und KI-Technologien wurden jegliche Grenzen im Unternehmen neu definiert. Organisationen, die jedoch weiterhin auf veraltete Identity-Governance- und Administration (IGA)-Lösungen gesetzt haben, stehen nun vor großen Herausforderungen. Warum moderne Unternehmen mehr und mehr zu IGA-Lösungen wechseln, damit hat sich Saviynt, Experte für Cyber- und Identity Security, tiefer auseinandergesetzt.
Warum die Belegschaft von heute keine Grenzen mehr kennt
Im Gegensatz zu Modellen der Vergangenheit, die der Annahme sind, dass Mitarbeitende und alle anderen außen stehen, arbeiten moderne Institutionen mit einer global verteilten Belegschaft. Jeder Partizipant benötigt Zugriff – oft gleichzeitig und auf unterschiedlichen Berechtigungsstufen. Alte Legacy Systeme waren dafür nicht ausgelegt, da jede Ausnahme manuelle Kontrolle erfordert, was zu Inkonsistenzen und Sicherheitslücken führt, die sich mit jeder neuen Partnerschaft vervielfachen.
Der Zugriff durch Drittanbieter ist überdies kein Sonderfall mehr, sondern heute zentraler Bestandteil im Unternehmensalltag, worauf jedes Identity-System vorbereitet sein sollte.
Watch Out: Manuelle Identity Governance ist nicht skalierbar!
Legacy-IGA, die Verwaltung von Benutzeridentitäten und Zugriffsrechten durch veraltete Systeme, entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen, denn es wurde für tausende statische Benutzer entwickelt. Heute müssen Unternehmen jedoch Millionen dynamischer Identitäten verwalten – darunter auch nicht-menschliche Identitäten wie Servicekonten und KI-Agenten. Wenn Zugriffsüberprüfungen dann weiterhin auf Tabellen und E-Mails basieren, fällt das Auditieren sofort auf und die Compliance-Last wird langfristig untragbar.
Moderne Identity Governance hingegen automatisiert Zertifizierungen, setzt Least-Privilege kontinuierlich durch und bietet eine einheitliche, auditierbare Übersicht über jede Identität – ob menschlich oder nicht-menschlich.
Wie Punktlösungen die Sichtbarkeit fragmentieren
Der Versuchzahlreicher Unternehmen, die Lücken ihrer veralteten IGA-Systeme mit individuellen Skripten oder speziellen Tools zu schließen, lässt sich zwar nachvollziehen, ist jedoch genauso wenig nicht skalierbar.
Jede dieser Übergangslösungen schafft ein weiteres Datensilo und erschwert die Beantwortung grundlegender Sicherheitsfragen: Wer hat Zugriff? Auf was? Und warum?
Ein moderner, plattformbasierter Ansatz wie von Saviynt entwickelt, ersetzt fragile Integrationen durch einheitliche Sichtbarkeit. Die Vorteile?
- Konsistente Richtlinien,
- Zentralisiertes Logging
- Klarer Überblick über Cloud-, On-Prem- und Hybrid-Umgebungen
Ergo: Weniger Code. Weniger Silos. Mehr Kontrolle.
Statische Regeln können mit dynamischen Risiken nicht mehr Schritt halten
Die Zeiten haben sich gewandelt, denn Unternehmen agieren heute längst nicht mehr statisch, was sich daran zeigt, dass sich beispielsweise eine Lieferantenbeziehung über Nacht ändern kann und ein neuer KI-Agent von da an Zugriff auf Produktionsdaten erhält.
Das bedeutet: Ohne adaptive Kontrollen bleiben Identitäten mit veralteten oder übermäßigen Zugriffsrechten bestehen – und hinterlassen Lücken, die Angreifer lieben.
Moderne IGA-Plattformen, wie die von Saviynt, setzen auf intelligente, risikobasierte Governance! Sie passen Berechtigungen dynamisch an – basierend auf Kontext wie Gerät, Standort oder Rolle. Sie lernen aus Mustern, um Anomalien automatisch zu erkennen, anstatt auf quartalsweise Überprüfungen zu warten, die Probleme erst spät aufdecken.
So entfesselt IGA-Modernisierung die Kraft von Automatisierung und KI
Die Modernisierung der Identity Governance und Administration mag zunächst herausfordernd wirken – jedoch macht Automatisierung diese realisierbar. KI-gestützte Plattformen vereinfachen die Migration von Legacy-Systemen, indem sie:
- Bestehende Konfigurationen analysieren, um Muster und Ausreißer zu identifizieren.
- Zugriffsmodelle basierend auf realem Nutzerverhalten neu erstellen.
- Alte, individuelle Logik automatisch in standardisierte, richtliniengesteuerte Workflows umwandeln.
Im Endergebnis profitieren Führungskräfte von schnelleren Onboarding-Prozessen, sauberen Daten, weniger Fehlern und messbaren Verbesserungen bei Compliance und Produktivität.
Identität als Kern von Zero Trust und Business-Transformation
Jede digitale Initiative ist heute abhängig von sicherer, reibungsloser Identitätssicherheit. Identität ist der neue Perimeter – das Fundament von Zero Trust. Sie als nachträglichen Gedankenschritt zu behandeln bedeutet, dass ihre gesamte Modernisierungsstrategie auf unsicherem Boden steht. Vorausschauende Unternehmen müssen die Identität daher konsequent an die Spitze ihrer Transformationspläne setzen. So wird sichergestellt, dass jedes neue System, jede App und jeder KI-Workflow mit konsistenter Governance und klaren Zugriffsstandards übereinstimmen.
Aus unserer Sicht ist das der Weg zu erhöhter Sicherheit, effizienteren Abläufen, geringeren Kosten und noch mehr Innovation. Moderne Identity Governance stellt daher keine Option – sondern eine Pflicht für Unternehmen von heute dar.
Die Vorteile für CISOs und CIOs, die ihre IGA-Plattform modernisieren, lassen sich also kurz zusammenfassen:
- Einheitliche Sichtbarkeit über alle Identitäten – menschlich und nicht-menschlich,
- kontinuierliche Compliance statt vierteljährliche Notfall-Checks,
- automatisierte Governance, die mit dem Unternehmenswachstum skaliert,
- schnelleres Onboarding für Mitarbeitende, Partner und KI-Agenten sowie
- verbesserte Rendite auf umfassende Cloud- und Sicherheitsinvestitionen.



