Europa ist durch den Brexit stärker Spionage-gefährdet denn je

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von Alexander Tsolkas |

Seitdem der Brexit feststeht, nehmen wir die Entscheidung der Engländer ein wenig verkatert hin, als wären wir noch nicht ganz sicher, ob dieser stattfinden wird oder nicht? Auch eilt nichts, da die Engländer das Tempo vorgeben. Abstimmung in England, Entscheidung im Parlament, Prüfung durch das Unterhaus, Verkündung des Brexit – wir sind nur Zuschauer, auch wenn Merkel und Hollande lamentieren, dass es nicht zu lange dauern solle, und möglichst ohne Verzögerungen abgehen soll.

Das ist falsch und eine dumme Entscheidung. Vermutlich entscheidet nicht einmal jemand darüber, weil es keinen einzelnen gibt, der darüber entscheiden könnte. Die Engländer haben in der EU von Anfang an gemacht was sie wollen, und sie ziehen es bis zum Ende durch. Die Europäer mokieren sich und schauen zu.

Zudem kommt hinzu, dass die Engländer derzeit den Hofknicks bei Trump machen, um wieder einen starken Partner nach der EU zu gewinnen, und sie werden auch den Commonwealth-Staaten wieder näher denn je rücken. Über den Commonwealth haben Sie den Zugang zum asiatischen Markt, mit den USA zum amerikanischen Kontinent.

Das fatale daran ist, dass die englischen Geheimdienste schon seit Bekanntsein des Brexits wichtigen Positionsträgern in der EU den Auftrag gaben, alles zu sammeln, was mal später gegen die EU verwendet werden könnte, oder was England und seinen neuen Partner in Zukunft helfen könnte. Zum einen sind das Diplomaten oder EU-Regierungsmitglieder, die diplomatische Immunität besitzen. Sie reisen von und nach wo mit was auch immer in der Tasche, ob Staatsgeheimnis, Vergehen innerhalb der EU, Subventionen für neue Ideen, Studien, Wirtschaftsdaten, Vorhaben, Projekte, militärische Geheimnisse über Nato-Allianzen (die z.T. auch Geheimnisse innerhalb des Landes eines Natopartners verraten)…England ist im Besitzt dieser Zugriffsmöglichkeiten innerhalb der EU.

Dieser Zustand ist fatal für die EU. Er sollte schnellstmöglich isoliert werden. Daran denken momentan weder die EU, noch deren Geheimdienste der einzelnen Länder. England verlässt die EU. England vollzieht das nicht, weil es an dem Tag zu wenig Wahlbeteiligung von denen gegen den Brexit gab, oder weil EU-Bürger Mundgeruch haben. England verfolgt ernsthafte wirtschaftliche Interessen. Zum Einen wollen Sie den wichtigsten Handelspartner D – USA durch UK – USA ersetzen, denn das Inselreich verarmt, und das mit größeren Schritten als man ahnt. Das Neuverschuldungsdefizit betrug zum Zeitpunkt als Griechenland mit 11,7% in die Krise rutschte bei 12,1%, also noch höher als Griechenland.

Auch der Grexit scheint ohnehin von Schäuble und Gabriel beschlossen, nur ist es noch nicht ausgesprochen, aber das wird kommen. Griechenland wird nicht in der EU verbleiben. Unmöglich. Also kommt der Schuldenschnitt, für den die Europäer haften, ohne England. Ich kenne die EU-Verträge nicht genau, aber ich befürchte, dass sich England nicht daran beteiligen wird. Das sind harte Fakten.

Seitdem Buch Wirtschaftsspionage und Intelligence Gathering (Wimmer, Tsolkas) , sowie den Snowdenpapers und dem Bericht über die Erkenntnisse der EU-US Working Group des Europa-Parlaments weiß man, dass Geheimdienste Informationen austauschen. Nun, das ist ja nichts neues und das weiß man ja schon seit 15000 Jahren. Dass aber auf solch` granularer Ebene mit einem meist wirtschaftlichen Ziel spioniert wird, das ist glaube ich noch nicht jedem Erdenbürger klar. Dass extreme wirtschaftliche Interessen dahinterstehen, das scheint auch nur hingenommen zu werden. Wir sind Exportweltmeister, was soll uns schon passieren?

Es ist scheinbar nicht jedem klar, durch welche kleinen Allianzen man von der Nummer 1 zur Nummer 10 werden kann. Das geht schneller als man denkt, und das ist der schwarze Schwan, der auf uns zufliegt, mit Lichtgeschwindigkeit.

In letzter Zeit ist so einiges auf Europa zugekommen, was Europa definitiv schadet. Der Kosovo-Krieg. Island. Irland. Der Syrienkrieg. Die Invasion der Krim. Die Bankenkrise. Die Flüchtlingswelle. Die erneute Bankenkrise. Griechenland. Brexit, und nun vermehrter Terror, und der bevorstehende Grexit. Glauben Sie das sind Zufälle? Das Schicksal wollte es so?

Jemand hat Interesse unsere Europäische Großmacht zu zerstören, und uns wieder 40 Jahre in die Vergangenheit zurück zu katapultieren. Jemand möchte den Euro ruinieren und wieder abschaffen.

Und mit diesen Hintergedanken grasen wir in der EU wie Kühe munter weiter. Einen Mitarbeiter in Deutschland, der kritische Zugriffe hat, und dem man kündigte oder der kündigte, dem entzieht man jeden Zugriff, den isoliert man und schickt ihn bezahlt nach Hause. In jedem Fall weit weit weg davon, wo er Schaden anrichten könnte, oder sich an wichtigen Informationen für den nächsten Job bereichern könnte. Bei einem Brexit scheint das nicht wichtig zu sein.

Ich kann nur die Staaten Europas und das Europarlament bitten, den Verstand einzuschalten, und die Engländer aus hohen Ämtern abzusetzen mit allen legalen Mitteln, die die EU zur Verfügung stellt, oder schon rein IT-technisch ein neues Netz aufzuziehen, das den Engländern vorenthalten wird. England kann man nicht mehr trauen.




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