Vodafone und die Diebe (Casum sentit dominum)

Die Sicherheit von Infrastruktur wird in meinen nächsten Artikeln ein Thema bleiben. Deshalb auch
diesmal eine Geschichte zum Nachdenken über die Aufbewahrung unserer Daten.

Die Probleme von Google und dem unabsichtlichen Löschen von ca. 150.000 E-Mail Konten werfen schon ein Licht auf die Verlässlichkeit der Datenspeicherung in der „Cloud“.
Da haben wir uns so gefreut nie wieder an Backups zu denken und jetzt das.

Eine weniger dokumentierter aber umso interessanterer Fall hat sich bei Vodafone in England zugetragen.
Offensichtlich wollte jemand dringend die Verbindungsdaten von Mobiltelefonen die auf der M4 unterwegs waren. Zwischen 1 und 2 Uhr Montag früh wurden aus der Vodafone Einrichtung in Hamilton Close, Basingstoke ein Netzwerkserver sorgfältig ausgebaut. Dies führte zum Zusammenbruch des Vodafone Netzes in diesem Bereich und es dauerte bis Montag abends um die meisten Dienste wieder zu aktivieren.
Laut Vodafone sind diese unbesetzten technischen Einrichtungen gut abgesichert und mit Alarmanlagen ausgerüstet.

Die Polizei untersucht auch einen möglichen Zusammenhang mit Drohungen gegen Vodafone.
Da der Konzern bei großen Gewinnen durch kluge Konstrukte und eine sagen wir „wohlwollende Gesetzgebung“ faktisch keine Steuern zahlt.

Für den Einbruch wurden übrigens keine Hightech Ausrüstung benötigt. Ein Vorschlaghammer reichte völlig um sofort an die Server zu kommen.

So weit zum Thema Redundanz und Datensicherheit.
Andererseits ist es möglicherweise für bestimmte Personen interessant, was man gegen Steuerungerechtigkeit leicht tun kann.




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